Deutschland taumelt – und seine politischen Parteien liefern das Schauspiel eines Landes, das den Ernst der Lage nicht mehr begreift.Es beginnt mit der SPD, aber es endet nicht dort. Wenn eine Volkspartei historische Ausmaße an Selbstzerstörung erreicht, Rücktritte hageln, Flügelkämpfe eskalieren und der Parte Apparat sich gegenseitig zerfleischt, ist das nicht mehr ein internes Problem einer Partei.
Es ist ein Symptom eines viel größeren Verfalls: der politischen Kultur eines Landes, das den eigenen Niedergang nicht nur erlebt – sondern aktiv beschleunigt.Die SPD-Krise, wie sie in den letzten Tagen offensichtlich geworden ist, zeigt exemplarisch, wie weit der Zerfall fortgeschritten ist. Eine Partei, die einst Kanzler stellte, Arbeiter prägte, soziale Marktwirtschaft formte, steht heute als chaotisches Ensemble da, unfähig, Führung, Haltung oder Richtung auszustrahlen. Was bleibt, ist ein Vakuum – und ein Vakuum füllt sich immer. Aktuell mit Populismus, Frust und einer AfD, die lacht, während die Altparteien in sich zusammenfallen.
Die SPD ist nur das sichtbarste Fieberzeichen. Das Fieber aber hat längst die gesamte Republik erfasst.Deutschland verliert auf allen Ebenen an Substanz:die Infrastruktur bröckelt,
- die Schulen sind überfordert,
- die Wirtschaft verliert Wettbewerbsfähigkeit,
- die Verwaltung erstickt an ihren eigenen Formularen,
- und die Politik reagiert wie ein Kaninchen, das erstarrt, wenn die Scheinwerfer näherkommen.
Wir erleben einen Staat, der nicht mehr gestalten kann, sondern nur noch verwaltet – und auch das schlecht.
