ChatGPT – die beste KI der Welt stolpert über ihre eigene Anwendung
Man könnte darüber inzwischen tatsächlich ein Buch schreiben. Vielleicht wäre der passende Titel: „Wie eine künstliche Intelligenz meine Arbeit revolutionierte – und ihre eigene Software mich in den Wahnsinn trieb.“ Denn genau darin liegt das Absurde meiner Erfahrungen mit ChatGPT. Ich halte künstliche Intelligenz für eine der bedeutendsten technologischen Entwicklungen, die ich in meinem Berufsleben erlebt habe. Und dieses Berufsleben in der IT dauert inzwischen einige Jahrzehnte. Ich habe Lochkarten, Großrechner, Betriebssysteme ohne grafische Oberfläche, die ersten PCs, DOS, Windows, das Internet, Smartphones, Cloud Computing und schließlich künstliche Intelligenz erlebt. Vieles davon wurde anfangs überschätzt, anderes unterschätzt. Bei KI bin ich inzwischen überzeugt: Wir unterschätzen noch immer, wie grundlegend sie unsere Arbeitsweise verändern wird. Umso erstaunlicher ist es, dass ausgerechnet eines der Unternehmen, das diese Revolution maßgeblich vorantreibt, teilweise eine Anwendung bereitstellt, deren organisatorische und technische Schwächen aus einer ganz anderen Epoche zu stammen scheinen.